Stellungnahme KonsumentInnenstreik

Hintergrund: In unserem Flyer (Link), den wir zu verschiedenen Anlässen verteilt haben, rufen wir zum „KonsumentInnenstreik“ auf. Wir haben dazu aufgefordert, Waren bei Amazon zu bestellen und diese, versehen mit einer Grußnotiz an die Streikenden, wieder zurückzuschicken.1 Diese Aufforderung hat die Amazon-Geschäftsführung als Boykottaufruf ausgelegt, um uns bei der Belegschaft zu diskreditieren. Daher haben wir diesen Flyer zur Klarstellung verteilt.

Stellungnahme (amazon-) Streik-Solibündnis

Lassen wir uns nicht spalten! Gemeinsam sind wir stark!

Mit Freude haben wir, das (amazon) Streik-Solibündnis, zur Kenntnis genommen, dass unser Flugblatt, welches wir auf der Streikdemo am 20.09.2013 in Leipzig verteilt haben, nun auch die Geschäftsführung von amazon erreicht hat und dort für Aufregung sorgt.
Das Bündnis, das sind überwiegend StudentInnen in Leipzig. Was uns alle verbindet, ist der Wille die gegenwärtigen Verhältnisse, unter denen wir leben und arbeiten müssen, zu verbessern.
In dem Flugblatt wurde zum „KonsumentInnenstreik“ aufgerufen, den die Geschäftsführung nun mit einem Boykott gleichsetzt.
Das stimmt nicht! Beim „KonsumentInnnenstreik“ geht es darum einzukaufen aber den Kaufvorgang politisch zu gestalten. Warum? Wir wollen eine Verbindung zwischen KundInnen und Beschäftigten von amazon herstellen: mit Hilfe einer politischen Botschaft, die der Rücksendung beigefügt wird. Denn wir als amazon-KundInnen sind mit eurem Streik solidarisch!
Offenbar fürchtet die Geschäftsführung genau diese Solidarität! Deshalb versucht sie nun ver.di und uns einen Aufruf zum Boykott zu unterstellen.
Zu keiner Zeit haben wir zu einem Boykott aufgerufen.
Wir wissen genauso gut wie ihr, dass viele Bestellungen notwendig sind, um mit dem Arbeitskampf überhaupt Druck zu entfalten.
Auch in Zukunft wollen wir deshalb unsere Unterstützung weiter mit euch absprechen, um gemeinsam politisch zu handeln und die Öffentlichkeit über eure berechtigten Forderungen informieren.
Lassen wir uns nicht von falschen Vorwürfen und Gerüchten spalten!

Das (amazon) Streik-Solibündnis
Kontakt: streiksoli@riseup.net

  1. Die Portokosten muss bei Widerruf innerhalb von zwei Wochen und Warenwert von über 40 Euro Amazon tragen, das ist gesetzlich vorgeschrieben [zurück]